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Kultur

Stiftungsfonds Hamburger Geschichtswerkstätten und Stadtteilarchive

Für die Geschichte der Stadt

Der Stiftungsfonds Hamburger Geschichtswerkstätten und Stadtteilarchive hat das Ziel, die Geschichte der Stadt lebendig zu halten und für jedermann zugänglich zu machen. Die Hamburger Geschichtswerkstätten und Stadtteilarchive sind das Gedächtnis der Stadt und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. Sie haben in ihren Beständen unzählige Fotos, Dokumente, Interviews und Filme zur Alltagsgeschichte seit dem Ende des 19. Jahrhunderts gesammelt. Mit ihren Angeboten vor Ort sind Hamburger Geschichtswerkstätten und Stadtteilarchive für jedermann zugänglich und bieten jeder und jedem die direkte Möglichkeit, ihren persönlichen Beitrag zur Geschichtsschreibung zu leisten, ihre Dokumente und Erinnerungen zur Aufbewahrung zu geben. Sie treten für Demokratie, Toleranz und Völkerverständigung ein, sie tragen in ihrem Wirkungsfeld dazu bei, Geschichte lebendig zu halten und ermöglichen damit Identitätsstiftung. Die Erträge des Stiftungsfonds Hamburger Geschichtswerkstätten und Stadtteilarchive sollen darauf bezogene Projektarbeit ermöglichen und fördern. Im Jahr 2006 führte die Haspa Hamburg Stiftung die Aktion „Tausend Gründe für gutes Tun 2006“ durch. Die Gewinnerin dieser Aktion, Frau Ulrike Hoppe vom Stadtteilarchiv Bramfeld, durfte entscheiden, für welche gemeinnützige Organisation die Haspa Hamburg Stiftung einen neuen Stiftungsfonds errichten sollte. Frau Hoppe entschied sich für die Hamburger Geschichtswerkstätten und Stadtteilarchive. Im Januar 2007 errichtete die Haspa Hamburg Stiftung unter ihrem Dach den Stiftungsfonds Hamburger Geschichtswerkstätten und Stadtteilarchive. Im August 2009 hat sich die Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur, Sport und Medien mit einer erheblichen Zustiftung an dem Stiftungsfonds beteiligt. Der Stiftungsfonds fördert die Geschichtswerkstätten Hamburg e.V. in seiner Eigenschaft als Treuhänder der Hamburger Geschichtswerkstätten und Stadtteilarchive.

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Gründungsjahr
2009
Stifter
Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur, Sport und Medien
Stiftungsform
Stiftungsfonds
Stiftungszweck
Kunst und Kultur

Um die Idee des Stiftens noch weiter zu verbreiten, hatte die Haspa Hamburg Stiftung in ihren eigenen Anfängen eine ganz besondere Aktion ins Leben gerufen. Bürgerinnen und Bürger konnten vorschlagen, für welche gemeinnützige Organisation sie eine Stiftung errichten würden. Auf den Namen des Gewinners wurde ein Stiftungsfonds im Wert von 25.000 Euro zugunsten des von ihm vorgeschlagenen gemeinnützigen Zweckes eingerichtet.

Fast 300 Hamburgerinnen und Hamburger folgten in diesen Jahren dem Aufruf von Hamburger Abendblatt und Haspa Hamburg Stiftung und skizzierten, für welchen Zweck sie persönlich eine Stiftung gründen würden. Die jeweiligen Gewinner wurden von der Jury der Aktion, dem Kuratorium der Haspa Hamburg Stiftung, ermittelt.

Bei diesen von der Haspa Hamburg Stiftung vergebenen Stiftungsfonds handelt es sich nicht um einmalige Spenden. Wie auch andere Stiftungen wirken sie zeitlich unbegrenzt und werden kostenlos von der Haspa Hamburg Stiftung verwaltet. Ihre Erlöse kommen dauerhaft den von den Gewinnern bestimmten Förderzwecken zugute. Dauerhaft heißt, dass die Stiftungsfonds über den Tod der Stifter hinaus wirken. Auch Stiftungsnamen und Stiftungszwecke bleiben dauerhaft erhalten. Gerade in Hamburg, der Stadt der Kaufleute, hat Bürgersinn eine große Tradition. Zum Ausdruck kommt er in der Vielzahl von Stiftungen, die sich lokal für gemeinnützige und mildtätige, soziale und wissenschaftliche Zwecke engagieren.

Durch die vielen Stiftungsneugründungen unter dem Dach der Haspa Hamburg Stiftung wurde schnell klar, dass es ein erhebliches Informationsbedürfnis gibt. Wie funktioniert eine Stiftung? Welche Formen gibt es? Wie groß ist der Aufwand, eine Stiftung zu verwalten? Die Aktion “1.000 Gründe für gutes Tun” hat dazu beigetragen, den Dialog über die Idee des Stiftens zu beleben.

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Was ist ein Stiftungsfonds

Ein Stiftungsfonds ist ein zweckgebundenes Vermögen, das unter dem Dach einer bereits bestehenden Stiftung – hier der Haspa Hamburg Stiftung – geführt wird. Er ist rechtlich unselbstständig und wird von der Dachstiftung im Sinne des Stifters verwaltet.

Merkmale eines Stiftungsfonds:

  • Unter dem Dach einer Stiftung: Der Fonds ist keine eigene juristische Person, sondern Teil des Vermögens der Dachstiftung.
  • Unkomplizierte Errichtung: Ein Stiftungsfonds lässt sich bereits mit vergleichsweise kleinen Beträgen und ohne aufwändiges Anerkennungsverfahren errichten.
  • Zweckbindung nach Stifterwille: Der Stifter legt den Förderzweck fest – z. B. Bildung, Umwelt oder Soziales.
  • Gemeinnützigkeit möglich: Bei gemeinnützigem Zweck ist der Stiftungsfonds steuerlich begünstigt.
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